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Tunnel

Tunnel sollen verhindern, daß schwere Maschinen wie Bulldozer oder Hebebühnen bei der Räumung ins Hüttendorf gebracht werden. Das wird dadurch erreicht, daß AktivistInnen in diese Tunnel besetzen und sich eventuell darin anschließen. Bei einem Atommülltransport wurde ein Tunnel unter einer Straße besetzt, um diese zu blockieren.

Noch bevor Ihr zu buddeln anfangt, solltet Ihr Euch erkundigen, mit was für einer Bodenart Ihr es zu tun habt und wie hoch der Wasserspiegel ansteigt (Beachtet dabei, daß der Wasserspiegel entsprechend der Jahreszeiten schwankt!). Aus Sicherheitsgründen solltet Ihr nur behandeltes Hartholz für die Stützbalken verwenden. Andererseits, je unsicherer der Tunnel gebaut ist, desto länger, schwieriger, teurer (und gefährlicher!) wird die Räumung. Enge, lange, kurvige, tiefe Tunnel mit vielen sperrigen, verbarrikadierten und somit schwer zu öffnenden Türen haben sich in GB bewährt. Je mehr Kreuzungen, je steiler und je mehr Schächte, desto besser. Rund gebaute Tunnel sind schwerer für sie abzustützen - die Räumung dauert dann entsprechend länger.

Gefährlich wird es, wenn Ihr Tunnel parallel übereinander baut. daher sollten Tunnel, die aneinander heranlaufen, sich immer rechtwinklig kreuzen.

Jeder Tunnel und jedes Lock-on (Anschlußvorrichtung) sollte eine eigene Luftzufuhr haben. Wenn die Tunnel nicht zu tief liegen, dann kann dafür ein hartes Plastikrohr genommen werden. Bei tiefergelegenen Tunneln ist ein Rohr mit einem 12 V Computer Ventilator (mit Autobatterien) geeignet. Die Rohre sollten am Tunnelboden verlegt werden, damit sie einen Einsturz überleben. Nimm im Tunnel immer ein Messer mit, damit Du das Rohr im Notfall aufschneiden kann. Ventile gut kennzeichnen und frei halten.

Nimm niemals Campinggas oder Feuerzeug mit in die Tunnel (entweichendes Gas dehnt sich sehr stark aus und verdrängt Deinen Sauerstoff). Kerzen sind auch ungünstig, da sie Deinen Sauerstoff verbrennen und dabei Kohlenmonoxid entsteht (hochgiftig!). Außerdem erhöht es die Feuergefahr (lebensgefährlich). Taschen- und Kopflampen mit ausreichend Batterien sind da viel besser.

Viele Falltüren einbauen. Das Räumungskommando braucht sehr lange, um sie zu entfernen. Am wichtigsten ist die Eingangstür. Sie muß leicht zuzumachen sein, damit Ihr sie bei einer überraschenden Räumung schnell zuschließen könnt. Diese Tür solltet Ihr jeden Abend hinter Euch schließen (Im Tunnel zu wohnen ist die beste Vorsorge gegen überraschende Räumungen). Von außen könnt Ihr Stacheldraht u.a. anbringen. Innere Türen sollten auch schwer und sperrig sein, brauchen aber nur während der Räumung geschlossen werden. Türangeln sollten immer auf der Innenseite sein und die Tür selbst gut gepanzert. Kanalschachtdeckel sind gut geeignet sowie Hohltüren mit Beton gefüllt (sind leicht unter Tage zu bauen). Wenn die Türen in den Stützbalken verankert sind, wird es noch schwieriger, sie zu entfernen.

Unten im Bunker sollte Platz sein für Betten und Essenvorräte (in Metall containern aufbewahren, sonst Rattengefahr). Auch viele Flaschen und Plastiktüten für Pissen und Scheiße. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß Du mindestens zwei Flaschen für Pisse brauchst für jede Flasche, die Du trinkst. Vergeßt Euer Klopapier nicht, Asche oder Sand (zum drauf streuen, damit es nicht stinkt) und Klammern (zum Tüten zumachen).

Brettspiele usw. damit es nicht langweilig wird (ein paar Leute waren während einer Räumung mehrere Wochen lang in Tunneln eingeschlossen...). Zur Lichtversorgung haben sich Autobatterien und Tannenbaumketten bewährt.

Lock-ons (Anschlußvorrichtungen): Lock-ons dort bauen, wo es wenig Platz gibt. Gleich mit in die Stützbalken einbauen. Eine Platte mit einem Loch für den Arm ist dafür gut. Lock-ons in Schächten unter Falltüren sind gut geeignet, da die Tür dann nicht mit Gewalt geöffnet werden kann, ohne Dich zu verletzen. Ist das Lock-on mit in die Stützbalken eingebaut, muß die Polizei praktisch um die Tür herum einen neuen Schacht buddeln. Dagegen helfen vielleicht verstärkte Stützbalken um Dich herum (Stahlplatten ?).

Kommunikation: es ist wichtig, Kommunikationsdrähte zu legen. Versteckt die Drähte gut. Die Polizei hat schon Kabel zerschnitten, ihre eigenen gelegt und dann versucht, die Leute in den Tunneln dazu zu überreden aufzugeben. Daher ist eine unabhängige Kommunikationsmöglichkeit sehr wichtig. Zum einen erzielt es eine große Wirkung auf die Presse, wenn die Leute in den Tunneln ihnen live erzählen, wie es ihnen geht. Außerdem erzählt die Polizei nicht immer unbedingt die Wahrheit, z.B. wenn sie sagen, daß es einen Einsturz gegeben hat.

PS: Rekord bis jetzt ist drei Wochen untergrund während der Räumung der Hüttendörfer gegen der Manchester Flughafen ausbau.



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